Mikrosimulation Anschlussstelle Graz – Puchwerk.
Im Bereich der Autobahnanschlussstelle Graz-Puchwerk sollen die Knotenpunkte der Autobahnrampen mit der Doktor-Auner-Straße im Rahmen des Projekts ÖVAS verkehrstechnisch optimiert werden. Ziel ist die Verbesserung der Leistungsfähigkeit bei gleichzeitig hoher Verkehrssicherheit. Grundlage der Planung bilden videogestützte Verkehrserhebungen, eine Verkehrsprognose sowie mikroskopische Verkehrsflusssimulationen für den Bestand und den Prognosefall. Dabei wurden koordinierte Verkehrslichtsignalanlagen mit zentraler Geh- und Radwegführung untersucht. Die Analysen zeigen die komplexen Wechselwirkungen der benachbarten Knotenpunkte und liefern eine fundierte Basis für die weitere Abstimmung und Entwicklung einer langfristig leistungsfähigen Lösung.
Auftraggeber:
Amt der Steiermärkischen Landesregierung Abteilung 16 Verkehr und Landeshochbau
Bearbeitungszeit:
9 Monate
Projektstatus:
in Bearbeitung
Im Nahbereich der Autobahnanschlussstelle Graz-Puchwerk sollen die Knotenpunkte der Autobahnrampen mit der Doktor-Auner-Straße umfassend umgebaut und verkehrstechnisch optimiert werden. Aufgrund der hohen Verkehrsmengen sowie der geringen räumlichen Distanz weisen die bestehenden Knotenpunkte eine starke gegenseitige Beeinflussung auf, die insbesondere in Spitzenzeiten zu eingeschränkter Leistungsfähigkeit, erhöhten Wartezeiten und Rückstauerscheinungen führt.
Im Zuge des Projekts ÖVAS wurden leistungssteigernde Umbaumaßnahmen entwickelt. Der westliche Knotenpunkt, bislang als Kreisverkehr ausgeführt, soll zu einem signalgesteuerten Doppelknoten mit zentraler Geh- und Radwegführung umgebaut werden. Der östliche Knotenpunkt soll geometrisch adaptiert und ebenfalls mit einer Verkehrslichtsignalanlage ausgestattet werden. Aufgrund der Nahelage und der Wechselwirkungen der beiden Knotenpunkte war eine detaillierte Analyse mittels mikroskopischer Verkehrsflusssimulation erforderlich, um belastbare Aussagen zu Staulängen, Wartezeiten und Sättigungsgraden treffen zu können.
Als Grundlage der Bearbeitung wurde eine videogestützte Knotenstromerhebung durchgeführt. Aufbauend auf den erhobenen Verkehrsdaten sowie der Analyse der Verkehrsentwicklung der letzten Jahre wurde eine Verkehrsprognose erstellt, wobei auch Ergebnisse des Verkehrsmodells der Technischen Universität Graz berücksichtigt wurden. Der gewählte Prognosezeitpunkt ermöglicht eine hohe Planungssicherheit und eine verlässliche Beurteilung der langfristigen Leistungsfähigkeit der geplanten Infrastruktur. In weiterer Folge wurde eine mikroskopische Verkehrsflusssimulation für die Bestands- und Prognosesituation erstellt. Dafür wurde eine komplexe signaltechnische Logik für beide Verkehrslichtsignalanlagen entwickelt, welche die unterschiedlichen Verkehrsströme sowie die wechselseitigen Abhängigkeiten der Knotenpunkte abbildet. Ein wesentlicher Bestandteil war die Koordinierung der beiden Anlagen, um Rückstaueffekte zu vermeiden und einen gleichmäßigen Verkehrsablauf sicherzustellen.
Die Ergebnisse der durchgeführten Analysen und Simulationen bilden eine fundierte Grundlage für die weitere Planung. Derzeit befindet sich das Projekt in laufender Abstimmung, um auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse die nächsten Schritte für eine nachhaltige und leistungsfähige Umsetzung festzulegen.
