F.I.M. – flexibel.inklusiv.mobil.
F.I.M. (flexibel.inklusiv.mobil.) entwickelt Lösungen für barrierefreie Mobilität im Bedarfsverkehr und Carsharing. Menschen mit Behinderungen stoßen entlang der Reisekette häufig auf Hürden – von nicht barrierefreien Buchungssystemen bis zur eingeschränkten Fahrzeugnutzung. Das Projekt setzt konsequent auf Partizipation und Co-Design: Betroffene wirken als Expertinnen und Experten in allen Projektphasen mit. In Interviews, Tests und Workshops werden Anforderungen erhoben und praxistaugliche Lösungen entwickelt – u. a. ein erprobter Buchungsprozess inklusive telefonischer Alternative.
Auftraggeber:
Bundesministerium; FFG – Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
Bearbeitungszeit:
2 Jahre
Projektstatus:
in Bearbeitung/Ende Feb 2026
F.I.M. (flexibel.inklusiv.mobil.) ist ein Projekt zur Weiterentwicklung barrierefreier Mobilitätsangebote im suburbanen Raum. Im Fokus stehen Bedarfsverkehre (z. B. Shuttle-Angebote auf Bestellung) und Carsharing als Ergänzung zum Öffentlichen Verkehr (ÖV). Eine Analyse bestehender Angebote in Österreich zeigt, dass barrierefreie Fahrzeuge und durchgängig barrierefreie Informations- und Buchungsprozesse bislang nur punktuell verfügbar sind. Für Menschen mit Behinderungen bedeutet das: Flexible Mobilitätsangebote sind häufig nicht nutzbar oder nicht verlässlich planbar – insbesondere außerhalb der Hauptverkehrszeiten.
Ziel des Projekts war es daher, Barrierefreiheit nicht nur als einzelne technische Maßnahme zu betrachten, sondern als durchgängige Anforderung an Systeme, Prozesse und Kommunikation. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Mikro-ÖV- und Sharing-Angebote so gestaltet werden können, dass sie chancengerecht und verlässlich nutzbar sind – auch für (Freizeit-) Wege in Randzeiten, die für gesellschaftliche Teilhabe besonders wichtig sind.
Ein wesentliches Merkmal von F.I.M. ist der partizipative Co-Design-Ansatz: Menschen mit Behinderungen wurden als Expertinnen und Experten in die Projektarbeit einbezogen. Anforderungen wurden in Interviews und Erhebungen systematisch gesammelt, in Praxis-Tests bestehender Systeme und Fahrzeuge überprüft und in Workshops gemeinsam mit Akteuren aus Mikro-ÖV, Taxi und Carsharing weiterentwickelt. Dadurch konnten nicht nur Barrieren identifiziert, sondern auch konkrete und praxistaugliche Verbesserungen abgeleitet werden.
Ein Schwerpunkt lag auf Informations- und Buchungsprozessen, da hier häufig entscheidende Zugangshürden entstehen. Im Rahmen des Projekts wurden daher Buchungsabläufe prototypisch entwickelt und praktisch erprobt – inklusive einer telefonischen Buchungsoption als niederschwelliger Alternative sowie einer unterstützenden Webanwendung zur strukturierten Erfassung relevanter Anforderungen. Auf dieser Basis wurden Mindestkriterien, Informationsstandards und Prozessverbesserungen abgeleitet, die als Grundlage für Betreiber und Gemeinden dienen können, um Angebote nachhaltig barrierefrei weiterzuentwickeln.
F.I.M. wurde im Rahmen eines interdisziplinären Projektkonsortiums gemeinsam mit Chance B und LebensGroß GmbH umgesetzt. Triagonal GmbH leitete und koordinierte das Projekt und entwickelte den Buchungsprozess als Prototyp, der im Konsortium weiterbearbeitet und getestet wurde.
