Radverkehrskonzept Unteres Kainachtal.
Für die Gemeindekooperation „Unteres Kainachtal“ (Dobl-Zwaring, Haselsdorf-Tobelbad, Lannach, Lieboch, St. Josef) wurde ein gemeindeübergreifendes Radverkehrskonzept abgeschlossen. Auf Basis der Radverkehrsstrategie Steiermark und in einem integrierten Planungsprozess – unter Einbindung der Gemeinden und in Abstimmung mit der Abteilung 16 des Amts der Steiermärkischen Landesregierung – wurde ein regionales Alltagsradverkehrsnetz definiert. Vorliegende Ergebnisse aus Lannach und St. Josef (Kleinregionale Radverkehrsplanungen Südweststeiermark) wurden integriert. Das Konzept liefert ein Zielnetz, priorisierte Maßnahmen und Umsetzungsempfehlungen als Grundlage für den weiteren Ausbau des Alltagsradverkehrs.
Auftraggeber:
Kleinregion „Unteres Kainachtal“ Gemeinden: Dobl-Zwaring, Haselsdorf-Tobelbad, Lannach, Lieboch, St. Josef i.d. Weststeiermark
Bearbeitungszeit:
> 1 Jahr
Projektstatus:
abgeschlossen
Das Radverkehrskonzept Unteres Kainachtal wurde für die Gemeinden Dobl-Zwaring, Haselsdorf-Tobelbad, Lannach, Lieboch, und St. Josef i. d. Weststeiermark abgeschlossen. Ziel war die Definition eines durchgängigen Alltagsradnetzes über Gemeindegrenzen hinweg – mit klaren Verbindungen zwischen Siedlungsschwerpunkten und Ortszentren sowie mit einer guten Anbindung an Haltestellen des öffentlichen Verkehrs, Bildungsstandorte, Arbeitsstätten und wichtige Freizeitziele.
Die Erarbeitung erfolgte in einem kooperativen Planungsprozess unter Einbindung der Gemeinden, der zuständigen Baubezirksleitung, dem Amt der Steiermärkischen Landesregierung sowie der Triagonal GmbH als externem Fachplaner. Lokales Wissen und fachliche Expertise wurden dabei gezielt zusammengeführt – unter anderem durch gemeinsame Abstimmungen und Befahrungen in der Region. Anschlüsse an bestehende Radverkehrsplanungen (Kleinregionale Radverkehrsplanungen Südweststeiermark; Lannach und St. Josef) wurden mitgedacht, um eine durchgängige Vernetzung auch über die Kleinregion hinaus zu ermöglichen.
Als Ergebnis wurden sechs Hauptradrouten für die wesentlichen Verbindungsachsen sowie ein ergänzendes Erschließungsnetz zur Feinverteilung und zum Lückenschluss festgelegt. Für die Umsetzung wurden konkrete Maßnahmen abgeleitet, priorisiert und mit Kostenschätzungen hinterlegt. Neben baulichen Maßnahmen umfasst das Konzept auch Empfehlungen für eine einheitliche Wegweisung, für qualitativ hochwertige Radabstellanlagen sowie für begleitende Maßnahmen zur Kommunikation, Motivation und Organisation. Damit liegt eine abgestimmte Grundlage vor, um den Alltagsradverkehr in der Kleinregion schrittweise auszubauen und Radfahren als sichere, komfortable und attraktive Mobilitätsoption zu stärken.
